17.06.17 Bild 6Cloudcatcher SB - Franz, der Wolkenfänger am 17. Juni 2017 via Facebook

Teil 2 Trainingseinheit mit Carmen Hanken auf dem Balve Optimum

Am Stallzelt angekommen begutachteten wir erstmal unsere Box. Franz war etwas

empört als er keine Stroh und Heu in der Box fand, sondern nur Schotter, also legte ich erstmal das ganze Sattelzeug in eine Ecke und machte mich auf den Weg zum „Verpflegungscontainer“ um einen Ballen Heu und Stroh zu besorgen (denn zuerst kommt immer das Pferd, dann der Rest). Natürlich war zu der Zeit keine Schubkarre vor Ort, so dass ich die 300 Meter zurück zur Box vollbepackt mit links und rechts nem Ballen nur mit reiner „Frauenpower“ zurücklegen musste (ganz nach dem Motto: lieber riskieren alles fallen zu lassen, statt 2 x zu gehen). Nun fix das Wohnzimmer eingestreut aber wohin mit dem Sattelzeug? Einen fahrbaren Sattelschrank wie die Profis hatte ich zufällig heute nicht dabei und die Sachen einfach vor der Box liegen lassen war mir auch irgendwie zu unsicher.

17.06.17 Bild 5Also ab nen gefühlten Kilometer berghoch zum Anhängerparkplatz gewatschelt, Anhänger abgekuppelt und mit dem Auto bis vors Stallzelt gefahren, um das Sattelzeug zur verstauen und Wasser und Futter für Franzl fertig zu machen. Nach einer Runde in der Waschstrasse durfte Franzl nun auch endlich sein Futter genüsslich mampfen und ich ging wieder Richtung Turniergelände zum Stand von Carmen und dem Hankenhof.

17.06.17 Bild 4Ich ließ zusammen mit ihr nochmal die erste Trainingseinheit Revue passieren und stimmte das 2. Training mit ihr ab. Danach schlenderte ich noch über das Turniergelände und bummelte durch die Stände, um dann wieder zurück zum Zelt zu gehen und Franz für das 2. Training startklar zu machen. Er stand ganz entspannt zwischen den ganzen 4 –beinigen Spitzensportler in seiner Box und nuckelte am Heu.

17.06.17 Bild 7Als wir wieder auf dem Turniergelände ankamen, konnten wir sofort in den „Aktionszirkel“. Nach einer 2. Vorstellungsrunde arbeiteten wir zuerst etwas im Schritt (Schenkelweichen auf dem eingezäunten Zirkel war gar nicht so einfach wie gedacht, aber nach 1-2 Versuchen hat es dann geklappt.) Wir gingen wenig später zum Trab über und ich war echt überrascht, dass wir dort weiter machen konnten, wo wir mittags aufgehört hatten. Franzl und ich haben das zuvor gelernte sehr gut behalten (lt. Carmen) und so lief er ganz locker und zufrieden seine Runden. Die Kautätigkeit hatte im Vergleich zur 1. Trainingseinheit deutlich zugenommen und ich konnte spüren wie Franzls innere Anspannung verflog.

17.06.17 Bild 8Der Galopp fiel uns leider etwas schwer. Ich stand mir hin und wieder durch meine tollen Einleitungen – nicht! etwas selbst im Weg und auch so merkte man, dass Franzl sich mächtig anstrengen musste, den Galopp bergab so halten zu können. Carmen ließ mich aber zu keiner Zeit aus den Augen und gab mir wertvolle Tipps, die sofort eine sichtbare Wirkung zeigten. Nach 30 Minuten war dann leider auch das 2. Training zu Ende und nachdem Franzl von vielen Zuschauen gekuschelt und gestreichelt wurde und ich mich bei Carmen für den herrlichen Tag bedankt habe trödelten wir gemütlich wieder zum Anhängerplatz zurück, wo meine Mutter mittlerweile schon mit dem angehängten Anhänger wartete.

Die Rückfahrt verlief unproblematisch und zu Hause angekommen entließ ich Franzl sofort auf die Weide zu seiner „Boygroup“.

17.06.17 Bild 9Für mich war es einfach ein fantastischer Tag, den ich nie wieder vergessen werde. Meine Erwartungen an Carmen und ihrer Art nach dem BARS - Carmen Hanken zu trainieren wurden um ein vielfaches übertroffen und ich bin so dankbar und glücklich darüber, dass sie uns die Chance gab neue Wege zu betreten und kennenzulernen und ein kleiner Teil dieses großartigen Events sein zu dürfen.

Carmens Art nach dem BARS zu arbeiten hat mich so überzeugt und mir so sehr gefallen, dass wir sofort für Ende September einen Termin vereinbart haben, an dem Franzl und ich sie mehrere Tage auf dem Tamme Hanken - Hankenhof in Filsum besuchen kommen, um gemeinsam mit ihr zu trainieren.

Ich freue mich auch, dass ich so viele liebe Leute kennenlernen durfte, die nach den Reiteinheiten an mich ran getreten sind und so nette, herzliche Worte mit mir gewechselt haben.

Und letztendlich und eigentlich das Wichtigste: Ich bin soooo unendlich stolz auf mein #Herzenspferd Franz. Er hat in jeder Situation die Nerven behalten und blieb unfassbar cool während der ganzen Veranstaltung. Er hat mir gezeigt, wie sehr er mir vertraut und wie sehr ich ihm vertrauen kann und dass uns so viel mehr verbindet, als viele wissen.

Auch wenn noch längst nicht alles perfekt ist, ist er doch so perfekt für mich.